Werner Herzog ist enttäuscht von Pokémon Go, weil es dabei nicht um Gewalt geht

„Beißen sie einander in die Hände? Schlagen sie sich?“, fragte der bedeutende Filmemacher, der nach eigenen Aussagen noch nie von Pokémon Go gehört hatte. Die Antwort schien ihn zu enttäuschen.

Werner Herzogs Interview mit dem Webportal The Verge entfernt sich für einen Moment vom eigentlichen Thema, als der 73-jährige Regisseur nach seiner Meinung zum beliebten Smartphone-Spiel gefragt wird. Nachdem die Interviewerin erklärt hat, dass es dabei um die Jagd nach virtuellen Figuren geht, wirft Herzog spontan seine eher düstere Vorstellung dazu in den Raum:

“Wenn zwei Menschen, die auf der Suche nach Pokémon sind, an der Ecke Sunset und San Vincente aufeinander treffen – gibt es Gewalt? Gibt es Mord?“

Da die Spieler einander jedoch – bisher zumindest – nicht einmal in die Hände beißen wollen, verliert er schnell das Interesse. In seiner aktuellen Dokumentation Lo And Behold: Reveries of the Connected World setzt sich Herzog mit dem Internet und der Vernetzung der Welt auseinander. Der Film feierte im Januar auf dem Sundance Festival Premiere, ab 19. August wird er als Stream online zu sehen sein.
.

Foto oben: Magnolia Pictures