Raum der Autonomie: die Selbstportraits von Flora P. (NSFW)

Die Fotografin Flora P. aus Wien hat sich auf eine äußerst durchdachte und sorgfältig arrangierte Aktfotografie spezialisiert, in der sie selbst die zentrale Figur darstellt. Ein genauer Blick lohnt sich.

Dieses Experiment bedarf eines gewissen Maßes an Anstrengung und Selbstdisziplin, aber wir können es schaffen, wenn wir es wirklich wollen: Konzentrieren wir uns, ungeachtet aller Ablenkung, auf den Hintergrund der Bilder von Flora P. Die surreal anmutenden Kulissen bilden nach außen hin abgeschlossene Räume, in denen die zentrale Figur mit sich selbst allein ist.

 

Eine stabile Wand kann die Abgrenzung markieren, ist aber nicht notwendig. Denn sogar die Stadt scheint lediglich aus unbelebten Häusern und Straßen zu bestehen. Wie der Strand, die Wüste oder der Wald wird sie zum Baumaterial, dessen sich das Selbst bedient, um einen Raum um sich herum zu konstruieren, der seinem Streben nach Autonomie untergeordnet ist.

Da verwundert es kaum, wenn die zweite Hauptrolle von einem Tier besetzt wird, das sinnbildlich wie kaum ein anderes für den Drang nach Selbstbestimmung steht. Der Wolf erscheint nicht als Teil des Hintergrunds, sondern ist selbst Subjekt. Erstaunlich, aber auch erfreulich: Offenbar geht keinerlei Gefahr aus von diesem Jäger, der als potenzieller Verbündeter den Raum durchstreift.

Mehr von Flora P. gibt es auf ihrer Website.

 

Alle Bilder: © Flora P.


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