Was ist denn eigentlich so schlimm an „Fake News“? (Polytox)

„Ich lasse mir eine gute Geschichte doch nicht von Fakten kaputtmachen“ scheint das Credo der Produzenten als auch der Rezipienten zu sein. Das Internet ist die perfekte Spielweise für Fake-News.

Falschmeldungen aus dem Internet können gefährlich sein. Anfang Dezember stürmte Edgar Maddison Welch mit einem Sturmgewehr bewaffnet in eine Pizzeria in Washington, D.C. Nach eigenen Angaben wollte der Mann dort minderjährige Sexsklaven befreien. Der Trump-Anhänger glaubte an eine bizarre Verschwörungstheorie namens „Pizzagate“, die behauptet, Hillary Clinton und die Pizzeria „Comet Ping Pong“ würden gemeinsam einen Kindersexring betreiben. Vor Ort stellte Welch jedoch fest, dass es sich bei der abstrusen Geschichte um „Fake News“ handelte.

Das Schlagwort bezeichnet in der aktuellen Debatte Falschmeldungen, die bewusst im Internet verbreitet werden. Die Motive dafür können politisch sein, persönlich, finanziell – oder eine Kombination daraus. Allerdings führt das Etikett ein wenig in die Irre, denn es erweckt den Eindruck, bei „Fake News“ handle es sich um etwas ganz und gar neues. Das trifft aber nicht zu. Fake-Stories wie „Pizzagate“ entstammen letztlich derselben Logik wie andere Medienprodukte.

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Foto oben: Flickr | Alexandre Normand | CC 2.0